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title: "Kitesurfboard in Hollow Wood Bauweise (2) – Grundgerüst"
url: https://www.ownsurfboard.com/kitesurfboard-hollow-wood-grundgeruest/
site: "ownSurfboard"
author: "Tobias Herold"
published: 2013-03-22T20:00:40+00:00
updated: 2026-10-15T12:21:26+00:00
description: "Die Hollow-Wood-Konstruktionbauweise ist die aufwendigste Art Surfbretter zu bauen. Die üblichen Alternativen mit PU-Schaumkern oder ausgehöhlten Balsa-Blanks sind wesentlich einfacher zu realisieren. Aufgrund der Komplexität der Skelettgerüstes sowie der großen Anzahl konstruktiver Knotenpunkte, bietet sich die Planung per CAD an."
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# Kitesurfboard in Hollow Wood Bauweise (2) – Grundgerüst

**Die Hollow-Wood-Konstruktionbauweise ist die aufwendigste Art Surfbretter zu bauen. Die üblichen Alternativen mit PU-Schaumkern oder ausgehöhlten Balsa-Blanks sind wesentlich einfacher zu realisieren. Aufgrund der Komplexität der Skelettgerüstes sowie der großen Anzahl konstruktiver Knotenpunkte, bietet sich die Planung per CAD an.**

Während man bei üblichen Herangehensweisen eher einen substraktiven Ansatz verfolgt, d.h. Material von einem bestehenden Baustoffkern weg nimmt und sich so schrittweise an die endgültige Form annähert, ist der Entstehungsprozess bei der Hollow-Wood-Bauweise additiv, d.h. man konstruiert und baut das Board vom Kerngerüst ausgehend zur Außenhaut hin und ergänzt schrittweise Bauteile. Beide Herangehensweisen haben ihren ganz eigenen Reiz. Während man bei Schaumkerne das spätere Board wie ein Bildhauer aus einem Block heraus arbeitet, fasziniert bei der Hollow-Wood-Bauweise das filigrane Holzskelett.

Und wenn man die Hollow-Wood-Bauweise mit Perimeter-Rails à la *[Danny Hess](http://www.hesssurfboards.com "Weiter zu Hess Surfboards")* kombiniert, wird es noch etwas komplizierter…

## Konstruktion im Überblick

Die einzelnen Bauteile von innen nach außen:

- Holzskelett aus Kiefer- und Pappelsperrholz (6mm, 4mm)
- Squashtail aus massivem Pappelholz
- Verstärkungen für Fussschlaufen und Finnenkästen aus massivem Pappelholz
- Massive Perimeter-Rails, schichtverleimt aus Pappelsperrholz und Kork
- Top- und Bottomdeck aus Pappelsperrholz (4mm)
- zusätzliche Lage aus Nussbaumfurnier (Optik/Stabilität, 1mm)
- Kunststoff-Inserts für Futurefins, Leash und Fussschlaufen
- 2 Lagen Glasfaser mit Epoxyharz (für Wasserdichtigkeit, 160g/qm)

Die einzelnen Bauteile wurden dabei mit wasserfestem Holzleim sowie wasserfestem, aufschäumendem PU-Leim verklebt (D4-Qualität, seewasserfest).

## Planung in Aku Shaper

Für die Entwicklung des Grundshapes wurde die Software-Kombination *[Aku Shaper / Hollow Wood Template Maker](/do-it-yourself/surf-cad-programmuebersicht/ "Mehr Informationen im Artikel: Surf-CAD Programmübersicht")* eingesetzt.

Ziel war es ein größeres Kiteboard Directional für kleine Wellen zu entwickeln, welches früh angleitet und leicht zu halsen ist. Also ein Spaßbrett für die gemäßigteren Kitetage in Kiel und Umgebung, an denen die Wellen nicht über 1 Meter hoch sind und der Wind moderat bläst.

Die Planung des Blanks in *Aku Shaper* ist auch ohne vorherige CAD-Kenntnisse in kurzer Zeit erledigt. Harmonische Outlines, eine ausgeglichene Volumenverteilung und ein breites Squashtail geben die Grundform vor. Ein klassischer Wellenreit-Shape nur mit dem Unterschied, dass die Scoop-Rocker-Linie weniger ausgeprägt ist und die Rails zum Heck hin scharf auslaufen.

Via *Hollow Wood Template Maker* wird aus der *Aku Shaper*-Datei ein Hollow-Wood-Grundgerüst generiert und als PDF ausgegeben. Die Datei wird auf dem Plotter 1:1 ausgedruckt, um später auf Sperrholzplatten übertragen zu werden.

## Hollow Wood Grundgerüst

Mit der Bandsäge können anschliessend die Einzelteile sauber ausgeschnitten werden. Die einzelnen Rippen werden mit wasserfestem Holzleim verklebt und jeweils rechtwinklig fixiert, da die Symmetrie ansonsten nicht mehr gewährleistet ist. Nachdem die äußeren Leisten befestigt sind, ist die endgültige Form des Surfbrett zu erahnen. Der Holzblock für das Squashtail, in welches auch der Insert für die Leash-Befestigung eingelassen wird, sowie die massiven Holzverstärkungen für Finnenkästen und Fussschlaufen vervollständigen das Holzskelett.

 [![Stringer mit aufgesteckten Rippen als erstes Hollow-Wood-Grundgerüst auf dem Plan](https://www.ownsurfboard.com/wp-content/uploads/2013/03/kitesurfboard-hollow-wood-rips1-150x150.jpg)](https://www.ownsurfboard.com/wp-content/uploads/2013/03/kitesurfboard-hollow-wood-rips1.jpg)

*Hollow Wood Rahmen*

 [![Hollow-Wood-Rahmen aus Stringer und Rippen auf dem ausgedruckten Plan im Werkraum](https://www.ownsurfboard.com/wp-content/uploads/2013/03/kitesurfboard-hollow-wood-rips32-150x150.jpg)](https://www.ownsurfboard.com/wp-content/uploads/2013/03/kitesurfboard-hollow-wood-rips32.jpg)

*Hollow Wood Rahmen*

 [![Verleimen des massiven Tail-Blocks im Hollow-Wood-Rahmen, fixiert mit einer Leiste](https://www.ownsurfboard.com/wp-content/uploads/2013/03/kitesurfboard-hollow-wood-tail-150x150.jpg)](https://www.ownsurfboard.com/wp-content/uploads/2013/03/kitesurfboard-hollow-wood-tail.jpg)

*Verleimen des massiven Tail-Blocks*

 [![Hollow-Wood-Rahmen mit massiven Verstärkungen für Finnenkästen und Fußschlaufen](https://www.ownsurfboard.com/wp-content/uploads/2013/03/kitesurfboard-hollow-wood-rahmen1-150x150.jpg)](https://www.ownsurfboard.com/wp-content/uploads/2013/03/kitesurfboard-hollow-wood-rahmen1.jpg)

*Rahmen mit massiven Verstärkungen für Finnenkästen und Fussschlaufen*

 [![Verleimen der Nose am Hollow-Wood-Rahmen mit Zwingen und Holzklötzen auf der Werkbank](https://www.ownsurfboard.com/wp-content/uploads/2013/03/kitesurfboard-hollow-wood-nose-150x150.jpg)](https://www.ownsurfboard.com/wp-content/uploads/2013/03/kitesurfboard-hollow-wood-nose.jpg)

*Verleimen der Nose*

 [![Hollow-Wood-Rahmen mit massiven, verleimten Rails auf dem Werktisch](https://www.ownsurfboard.com/wp-content/uploads/2013/03/kitesurfboard-hollow-wood-massive-rails-150x150.jpg)](https://www.ownsurfboard.com/wp-content/uploads/2013/03/kitesurfboard-hollow-wood-massive-rails.jpg)

*Hollow-Wood-Rahmen mit massiven Rails*

 

**Bedauerlich, dass man das filigrane Holzskelett später nicht mehr sieht. Es ist unglaublich leicht und die Vorstellung fällt schwer, dass es einmal Sprünge aus mehreren Metern aushalten soll kann.**
